Alfred Geisser und Adolf Möller
Seit 43 Jahren in der Schiedsrichtervereinigung Frankenberg
Ein Bericht von Tobias Nowak
Alfred und Adolf haben beide im Jahr 1966 Ihre Schiedsrichterprüfung abgelegt.
Alfred machte die Schiedsrichterprüfung um als Jugendleiter in Allendorf über die nötigen Regelkenntnisse zu verfügen. Er leitete Spiele bis zur A-Klasse und war ab 1977 für 10 Jahre als Beobachter tätig.
Sein schönstes Erlebnis ist, dass er bei einem Spiel auf dem Weg zum Spielort vorgewarnt wurde. Er hielt an um nach dem Weg zu fragen und traf dabei einen Spieler aus dem Nachbarort der ihm sagte auf welche Spieler er achten solle. Im Spiel fielen dann diese Spieler negativ auf, aber Alfred wusste genau wie er mit Ihnen umgehen musste. So brachte er das Spiel souverän über die Zeit.
Heute hat er aus familiären Gründen nur noch wenig Zeit für Fussball und schaut sich nur ab und zu ein Spiel des FC Ederbergland an.
Durch eine Verletzung, die Ihn daran hinderte weiter Fussball zu spielen, kam Adolf zur Schiedsrichterei. In seinem 27 aktiven Jahren verbrachte er insgesamt 10 Jahre in der Gruppenliga (vergleichbar mit der heutigen Verbandsliga) und beobachtete anschließend noch 2 Jahre.
Er erinnert sich gerne an zwei regelrechte Endspiele in der Gruppenliga zurück. Bei beiden Spielen ging es um eine Mannschaft um den Auf- und für die andere Mannschaft um den Abstieg. In beiden Spielen gab es eine große Kulisse mit jeweils ca. 4000 Zuschauern. Beide Spiele waren, wie man sich vorstellt, hitzig und so musste Adolf auch in beiden Spielen in der Nachspielzeit einen Strafstoß verhängen.
Heute schaut er sich noch gerne die Heimspiele der SG Haina/Bunstruth an.
Beide beklagen, dass die Kameradschaft zwischen Vereinen und Schiedsrichtern früher besser war und dass sich heute viel zu sehr auf die Schiedsrichter konzentriert wird. Dies mag daran liegen, dass früher nur Einheimische in den Mannschaften spielten und heute, bereits in den unteren Klassen, viele Spieler mit Geld gelockt werden und somit die Identifikation fehlt. Sie erzählten ebenfalls, dass früher ganze Schulklassen eine Jugendmannschaft bildeten, die von Ihrem Lehrer trainiert wurden.
Eine schlechte Regeländerung ist für beide die Abseitsregel. Beide sind der Meinung wenn ein Spieler im Abseits steht solle das Spiel auch unterbrochen werden. So wäre es für die Schiedsrichter einfacher und für die Zuschauer verständlicher.
Und nun noch etwas für alle Schiedsrichter, die sich beklagen Sie müssen früh zu den Spielen anreisen:
In der aktiven Zeit von Alfred und Adolf musste ein Schiedsrichter um 11 Uhr zur Platzbesichtigung am Spielort sein, damit die Gastmannschaft früh genug informiert werden kann ob gespielt wird. Für den ganzen Aufwand gab es dann 8 D-Mark in der A-Klasse und 25 D-Mark in der Gruppenliga.
Abschließend wünschen sich beide, dass es in Frankenberg mit einer kleinen Vereinigung weitergeht und den jungen Kollegen somit eine gute Förderung geboten werden kann.
Desweiteren wünschen Sie der Vereinigung alles Gute und den Schiedsrichterkollegen dass Sie gesund bleiben und immer ein glückliches Händchen bei Ihren Entscheidungen haben.
Schiedsrichtervereinigung Frankenberg (Eder)




